Longchamptrès chic

Das LONGCHAMP-Logo in Gestalt des galoppierenden Pferdes als Sinnbild anmutiger Bewegung fertigte der Zeichner – man beachte die Namensgebung - Turenne Chevallereau. Auch das in seiner typischen Zurichtung verwandte Leder geht auf eine Analogie von Cassegrain, nämlich casser grain (= Getreide brechen) zurück.
Der elfjährige Sohn des Firmengründers Jean Cassegrain, hatte damals, in den späten 1940er Jahren, nicht nur eine spannende, sondern donnerstags auch oftmals schulfreie Zeit. Ausgestattet mit einer Vergoldungsmaschine, durfte er auf Kleinlederwaren wie Zigarettenetuis und Reisepasshüllen eben dieses Logo prägen. Von seinem Vater mit 16 Jahren in die Welt entlassen, um fremde Kulturen kennenzulernen, gießt Philippe Cassegrain frühe internationale Fundamente für die großartige Erfolgsgeschichte des Unternehmens. Die erste Kollektion auf der Handelsmesse der Foire de Paris vorgestellt, sind die Taschen der Marke, spätestens seit stationärer Präsentation in einem Geschäft auf dem Flughafen Orly, schnell begehrt nicht nur bei Touristen, sondern auch bei internationaler Prominenz.